Der ewige Jude
Hilfsmittel für Lehrer

Der berüchtigte NS-Propagandafilm "Der ewige Jude" ist verboten und darf nur unter bestimmten Umständen vorgeführt werden.

Wegen der Freiheit der Lehre und Forschung dürfen Universitätslehrer ihn als Teil ihres Unterrichtes zeigen. Sie können sich den Film vom Institut für den Wissenschaftlichen Film in Göttingen beschaffen: Dr. Stephan Dolezel, Institut für den Wissenschaftlichen Film, Nonnenstieg 72, 37075 Göttingen (Telefon: (0551) 502 40 - Fax: (0551) 502 4 400).

Dort kann man sich auch eine quellenkritische Einstellungsanalyse kaufen, die allerdings auch sich kostenlos von der Bundeszentrale für politische Bildung, Postfach 1369, 53 111 Bonn, beschaffen lässt.

Der Film nimmt in rechtsradikalen Kreisen den Status eines Kultfilmes ein und existiert in unzähligen Piratkopien auf Video. Er lässt sich auch von dem USA erwerben, wo der Verkauf nicht untersagt ist.

Die hier abgedruckten, didaktischen Hilfsmittel ist von Dr. Stig Hornshøj-Møller entwickelt und dürfen von allen kopiert werden, der den Film im Unterricht oder zu Zwecken der politischen Bildung einsetzt. Sie ist aus seiner langjährigen Beschäftigung mit dem Filmes entstanden (vgl. Florida-Paper).


‹bersicht des Filmes

Am vorhergehenden Tage der Darstellung an Studenten zu vermitteln.

Der nationalsozialistische Propagandafilm "Der ewige Jude" ist - mit den Worten des Regisseurs, Fritz Hipplers - eine "Negation alles Humanen". Diese Bezeichnung verwendete Hippler allerdings erst nach dem Krige. Bei der Uraufführung am 28.11. 1940 sprach er dagegen von einer "Symphonie des Ekels und des Grauens".

"Der ewige Jude" beinhaltet eine Art von Hetzpropaganda gegen andere Menschen, die bis dem heutigen Tag kaum von einem anderen Film oder Video übertroffen worden ist. Aus verschiedenen Gründen kann der Film als ein Röntgenbild des Entscheidungsprozesses angesehen werden, der zum Holocaust führte. Der Film zeichnet - als ein emotionales, "realitätsnahes" Medium - die paranoiden Wahnvorstellungen auf, die den Völkermord an das europäische Judentum ermöglichten.

"Der ewige Jude" ist noch heute verboten und darf nur mit Sondergenehmigung in geschlossenen Veranstaltungen mit einem ausführlichen Kommentar zu politischen Bildungszwecken vorgeführt werden. In neo-nazistischen Kreisen wird der Film als Piratkopie auf Video vertrieben und wird von diesen Kreisen schlichthin als Kultfilm betrachtet.

Historischer Hintergrund Der sogenannte "Dokumentarfilm" wurde vom Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, persönlich konzipiert und produziert. Ursprünglich war der Film als eine Legitimation des Antisemitismus als Eckpfeiler der national-sozialistischen Weltanschauung für die deutsche Öffentlichkeit gedacht, weil viele Deutsche gegen die gewalttätige Verfolgung der Juden (Pogrom der Reichskristallnacht 9./10.11. 1938) gewesen waren. Die erste Sichtung von neuaufgenommenen Szenen von rituellen Schlachtungen von Lämmern und Vieh - im Auftrag von Goebbels gezielt als Tierquälerei gefilmt - führte allerdings zu folgendem Eintrag in seinem Tagebuch: "Dieses Judentum muss vernichtet werden" (Eintrag vom 17.10. 1939). Der schon radikale Judenhass von Joseph Goebbels wurde durch das Erleben von insznerierter "Wirklichkeit" zu einem mörderischen Trieb.

Die weitere Produktion des Filmes kann deswegen als den bewussten Versuch des zynischen Propagandaministers bewertet werden, den Führer von der "Notwendigkeit" zu überzeugen, die ultimative Konsequenz seiner Ideologie zu ziehen - und somit einen direkten Befehl zur physischen Vernichtung der europäischen Juden zu geben. Adolf Hitler forderte allerdings zunächst immer wieder neue Veränderungen, wobei der Film immer deutlicher in seiner Vernichtungsbotschaft wurde. Allem Anschein nach gab Hitler schliesslich am 20.5. 1940 seine Zustimmung für die Version des Filmes, die an den heutigen Tag überliefert worden ist.

"Der ewige Jude" kann deswegen als eine Art "amtliche Veröffentlichung" einer Hitler-Entscheidung zum Holocaust gesehen werden, wobei es darum ging, dass seine Vollstrecker selbst herausfinden sollten, wie die Juden vernichtet werden sollten. Als "Führer-Gott" eines "tausendjähriges Reich" genügte aus seiner Sicht seine "Prophezeihung" vom 30.1. 1939 (s.u.).

Propaganda-Strategie Der Film war Teil eines skurillen "Propaganda-Pakets", wo ein Spielfilm - "Jud Süss" (Veit Harlan, 1940) - zunächst antisemitische Emotionen wecken sollte, die anschliessend dann vom sogenannten "Dokumentarfilm" gestärkt, d.h. "bewiesen", werden sollten. Ausserdem wurde gezielt auf zwei verschiedene Typen des Publikums gezielt. Während "Jud Süss" auf die breite Masse gerichtet worden war, auf deren Akzept der anti-jüdischen Massnahmen, d.h. zunächst totales Ausschalten aus dem sozialen Leben und anschliessend Deportationen, die Machthaber immer noch angewiesen waren, war "Der ewige Jude" gezielt als Aktivierungs- und Motivierungsmittel für die schon überzeugten Antisemiten und die künftigen Vollstrecker angelegt.

Die öffentliche Erstaufführung des "Ewigen Jude" wartete deswegen die Abnahme dieses Spielfilmes ab und wurde dann am 8.9. 1940 der Spitzenleute des Dritten Reiches zur Einstimmung und Einbindung als Beispiel der neuen Form für Kriegspropaganda vorgeführt. Allerdings gab es bei dieser Gelegenheit Proteste gegen die Schächtszenen, die als zu stark für die Öffentlichkeit angesehen wurden - und Goebbels liess daraufhin eine Fassung ohne diese Szenen für Frauen und Kinder herstellen. "Der ewige Jude" lief in diesen zwei Fassungen in etwa der Hälfte der deutschen Kinos im Dezember 1940 und Januar 1941.

Während "Jud Süss" zu den Spitzenreitern der gesammten Filmproduktion des Dritten Reiches gehört, gab es keinen Massenzulauf zum "Ewigen Jude". Laut Geheimdienstberichte war es "nur der politisch aktivere Teil der Bevölkerung", der den Film ansah, während "das typische Filmpublikum ihn teilweise mied und örtlich eine Mundpropaganda gegen den Film und seine stark realistische Darstellung des Judentums" trieb. Der Film wurde mit anderen Worten auch von denjenigen wahrgenommen, die ihn nicht ansehen wollten - und Goebbels war äusserst zufrieden mit der erzielten Wirkung der beiden Filmen. Später wurden die beiden Filme gezielt dort eingesetzt, wo Deportationen bevorstanden. Es sind auch Zeugenberichte überliefert worden, wonach ganze Dörfer zwangsweise die Filme ansehen mussten. "Der ewige Jude" gehörte auch zum Pflichtprogramm bei der Hitler-Jugend - obwohl er nicht überall eingesetzt wurde. Der Film wurde auch den Mitgliedern der Einsatzgruppen und der Polizei etc. vorgeführt. Sonderversionen wurden für die Niederlande und Frankreich produziert.

Literatur

Stig Hornshøj-Møller: "Der ewige Jude". Quellenkritische Analyse eines antisemitischen Propagandafilms. Institut für den Wissenschaftlichen Film, Göttingen 1995. (Auch erhältlich als kostenloser Sonderdruck bei der Bundeszentrale für politische Bildung, Postfach 1369, 53111 Bonn)

Yizhak Ahren u.a.: "Der ewige Jude" oder wie Goebbels hetzte - eine Untersuchung zum nationalsozialistischen Propagandafilm. Alano Verlag, Aachen 1990

Dorothea Hollstein: "Jud Süss" und die Deutschen. Antisemitische Vorurteile im nationalsozialistischen Spielfilm. Fischer Taschenbuch, Frankfurt/Main 1983

Zum Inhalt des Filmes "Der ewige Jude" gilt heute als Paradebeispiel audiovisueller Manipulation. Joseph Goebbels sah ihn selbst als sein "propagandistisches Meisterstück" an. Aufnahmegegenstand und Kameraperspektive, Brennweite und Lichtsetzung, Trick, Montage und Sprechtext, O-Ton und Filmmusik stehen voll im Dienste der Denuziation der "jüdischen Rasse". Der absurde Vergleich von Juden und Ratten bildet einen der Höhepunkte des Filmes, ebenso wie die Gegenüberstellung von Schächten und Hitlers "Prophezeihung" vom 30.1. 1939: "Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in- und ausserhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa!"

Der Film bezeichnet sich selbst zwar als ein "dokumentarischer Film" (Vorspann), ist aber ein äusserst tendenziöser Kompilationsfilm, der aus sehr unterschiedlichem Filmmaterial zusammengestellt wurde:

1. NS-Filmmaterial aus Polen, wobei die meisten Einstellungen direkt für den Film im Oktober 1939 gedreht wurden. Ohne den propagandistischen Kommentar sind sie zugleich Zeugnisse der grossen Armut in den schon überfüllten Ghettos. Der autoritative Sprecher - Harry Giese, der sonst Stimme zu den Wochenschauen legte - deuten die Bilder wechselweise als Beweis und als äussere Täuschung.

2. Prozionistisches Filmmaterial aus Palästina, wobei die Aufnahmen genau im entgegengesetzten Sinn des Originalfilms im "Ewigen Juden" verwendet wurden.

3. Spielfilmsszenen (Deutschland, Polen, USA). Hier wurde bei den Zitaten kräftig manipuliert. Im Rotschild-Film wurden die ursprügliche Untertitelung durch einen schwarzen Balken abgedeckt und durch eine neue, sinnentstellende ersetzt. Im ersten Teil durch Auslassung wichtiger Repliken, im zweiten durch eine bewusste Fehlübersetzung: Eine Aufforderung zum familiären Zusammenhalt wird zu einer Verschwörung!

4. Alte Aufnahmen aus dem Reichsfilmarchiv, die schon durch andere Propagandafilme einen festen symbolischen Charakter bekommen hatte wie z.B. kommunistische Aufnahmen vom "Blutmai 1929". Sie wurden ursprünglich als Dokumentation der Verfolgung von Kommunisten in Berlin am 1. Mai 1929 aufgenommen, wurden aber dann von den Nazis als Beleg für die unruhigen, politischen Verhältnisse der späten Weimarer Republik verwertet.

5. NS-Trickaufnahmen, die die Verbreitung der Juden sowie den Einfluss jüdischer Bankhäuser als "Krebsgeschwür" darstellen sollte. Sie wurden in der damaligen Presse als besonders effektvoll gelobt, weil graphischen Tricks dieser Art sonst äusserst selten vorkamen.

6. NS-Studioaufnahmen, darunter die Sequenz mit "Berliner Juden". Ausserdem wurde nachträglich fünf Einstellungen mit Ratten gedreht, um Aufnahmen aus einem Informationsfilm zur Bekämpfung von Ratten aus dem Jahre 1938: "Kampf den Ratten".

7. Photographien, die wahrscheinlich aus dem sogenannten "Institut zum Studien der Judenfrage" stammten.

Zum Film- und Propagandatechnik "Der ewige Jude" ist in jeder Hinsicht ein Musterbeispiel für audiovisuelle Propaganda. Wie in der modernen Film- und Fernsehwerbung haben Lichteinsatz, Kameraperspektive und -ausschnitt, Objektwahl, Tiefenschärfe, Schnittrhytmus, Vereinfachung des Textes und Schlagworte in Verbindung mit emotionalisierender Musik entscheidenden Anteil an der Vermittlung der Vernichtungsbotschaft. Es lässt sich genau nachweisen, wie jede Einstellung, jedes Wort und jeder Schnitt im Film mit Sorgfalt und Akribie gewählt wurde (s. IWF-Edition).

Der Lichteinsatz bzw. die Ausleuchtung war zwar bei vielen Aufnahmen den Gegebenheiten vor Ort unterworfen, doch wurden gerade diese Gegebenheiten häufig durch Kameraperspektive und Bildausschnitt genutzt. Hinzu kommt, dass die schlechte Ausleuchtung oft schon wegen der fehlenden Tiefenschärfe eine "düstere" filmische Aussage bewirkte, die durch Sprechtext und Musik noch verstärkt wurde. Bei den meisten Neuaufnahmen im Ghetto wurde im Stil der indoktrinierenden Wochenschaureportage gearbeitet, der den Zuschauern vertraut war. Häufig ist ein (scheinbar) nüchtern-objektiver Bildausschnitt gewählt, während eine leichte Auf- oder Untersichtperspektive gleichzeitig massiv die Bildaussage beeinflusst.

Die eigentliche Filmaussage entstand beim Schnitt. Der Film wurde - laut eines Fernsehinterviews Fritz Hipplers - "über 13 Monate hindurch mindestens an die Dutzend Male geändert, umgeschnitten, ergänzt usw. - ganz zu schweigen von den verschiedenen Fassungen des Begleittextes, die immer blutrünstiger, immer kämpferischer wurden." Auch hier wurde kräftig manipuliert wie z.B. bei der ersten Schächtung, wo die Untersuchung der Innerei der Kuh angeblich schon während der Ausblutung stattfindet - oder beim "Schachern während des Gottesdienstes", das allerdings deutlich aufgrund der Beleuchtung zu einem anderen Zeitpunkt aufgenommen worden ist.

Die Aufgabe des Komponistens war von Goebbels genau definiert. Franz R. Friedl sollte "eine möchlichst dissonante und persiflierende Musik" schreiben, wobei ihm für "die Gestaltung der Musik jüdische Lieder und Tempelgesänge aus einem erbeuteten polnischen Spielfilm" als Vorlage dienen sollte. Diese und z.B. auch die Marseillaise sollte er "in grotesker Weise" verzerren. Ein Filmrezensent hob hervor, dass der Film nicht zuletzt durch die Musik eine "packende realistische Wirkung" erzielt habe: Friedl habe "für die wechselnden Szenen und Schauplätze e i n e tragende Kraft des musikalischen Gedankens zum Ausdruck gebracht: Das jüdische Wesen in seiner schleichenden Verderbtheit, in seiner unmenschlichen Geisteshaltung zu entlarven".


Fragebogen (vor der Darstellung)

Dieser Fragebogen ist für jene Klassen, die den Einfluß der Massenmedien, der Propaganda usw. studieren. Er ist vor der Darstellung des Filmes zu verteilen. Er passt nicht auf Klassen, die weniger als 30 Studenten enthalten.

Quellenkritische Fragen zum NS-Propagandafilm "Der ewige Jude"

Bildseite

1. Welchen Charakter haben die visuellen Informationen? Authentisch, versteckte Kamera, inszeniert, Dokumentar- oder Spielfilm, Wochenschau, Amateurfilm, Trickfilm, Foto - oder?

2. Welche Intention steckt hinter der einzelnen Einstellungen - und wie ist es überhaupt möglich gewesen, sie aufzunehmen?

3. Was erzählen die einzelnen Einstellungen, wenn der Ton abgedreht wird?

4. Wie ist die Ausleuchtung? Gibt es eine Erklärung einer besonders guten oder schlechten Beleuchtung?

5. Sind die authentischen Aufnahmen aus Polen manipuliert, z.B. durch die Verwendung besonderer Linsen oder Kamerawinkel?

Tonseite

6. Welche Funktion hat der Sprecher?

7. Woher weiss er das, was er behauptet? Wie sehen seine Quellen aus?

8. Ist er glaubwürdig? Ist seine Argumentation in sich logisch?

9. Sind die statistischen Angaben wahrscheinlich?

Montage und Gestaltung

10. Wie ist die Darstellung zusammengeschraubt?

11. Gibt es Übereinstimmung zwischen dem, was wir tatsächlich sehen, und dem, was der Sprecher behauptet, dass wir sehen?

12. Wann werden die Bilder als Dokumentation verwendet - und sind sie dazu verwendbar?

13. Gibt es Manipulationen in der Art und Weise, wie der Film zusammengeschnitten ist?

14. Sind die Untertitel deckend für den ausländischen Originalton?

15. Welche Bedeutung hat die Musik für unsere Interpretation der Botschaft des Films?

Wirkung

16. Was ist die Intention des Propagandafilms?

17. Wirkt er nach seiner Absicht?

Versuchen Sie so konkret und argumentierend wie möglich, diese Frage zu beantworten!


Fragebogen (nach der Darstellung)

Dieser Fragebogen ist veilleicht das wichtisge Hilfsmittel für Lehrer. Er soll sofort nach der Darstellung des Filmes verteilt und innerhalb 20-30 Minuten zurückgenommen werden. Es scheint, daß die Studenten über den Film entsetzt, und gezwungen sind, ehrlich zu beantworten. Was wichtiger ist, sind sie nun in der Lage, ihre Eindrücke auf Worte zu übersetzen. Sie können dann miteinander unterhalten und der Prozeß führt weiter vor, wie ich es in meinem Florida-Paper beschreibt habe.

Die Fragebogen-Untersuchung ist ein Teil eines internationalen Forschungs- projektes mit ähnlichen Testveranstaltungen in Dänemark und in den Vereinigten Staaten. Beantworten Sie, bitte, deswegen die Fragen so ehrlich und so ausführlich wie möglich. Die ganze Untersuchung erfolgt anonym. Sollten Sie weitere Kommentare haben, können diese auf der Rückseite geschrieben werden. Haben Sie sehr herzlichen Dank für Ihre Mühe!

Ort und Datum der Veranstaltung:

Alter: Männlich/weiblich:

1. Hat das Filmerlebnis Ihre Meinung über Juden geändert?

Ja: Nein:

Falls ja, begründen Sie, bitte, warum und wie:

2. Hat das Filmerlebnis Ihre Meinung über die damaligen Generation der Deutschen geändert?

Ja: Nein:

Falls ja, begründen Sie, bitte, warum und wie:

3. Hat das Filmerlebnis Ihre Meinung über den Nazismus geändert?

Ja: Nein:

Falls ja, begründen Sie, bitte, warum und wie:

4. Beschreiben Sie, bitte, welche Gefühle das Filmerlebnis bei Ihnen ausgelöst hat:

5. Welches Bedürfnis für ergänzende Informationen haben Sie nach dem Filmerlebnis gehabt? Versuchen Sie, bitte, so konkret wie möglich zu sein:

6. Welche Formen der audio-visuellen Manipulation haben Sie entdeckt?

7. Meinen Sie, dass Sie durch das Filmerlebnis neue Kenntnisse über den Hintergrund des Holocaustes gewonnen haben?

Ja: Nein:

Falls ja, begründen Sie, bitte, es so genau wie möglich:

8. Der Film gilt heute in neo-nazistischen Kreisen in der ganzen Welt als "Kultfilm" und ist in Deutschland verboten, während die Distribution in den Vereinigten Staaten durch das Gesetz der Meinungsfreiheit erlaubt ist. Wie stehen Sie dazu?

9. Stufen Sie aus heutiger Sicht den Film als gefährlich ein?

10. Bekommen Sie durch das Filmerlebnis Assoziationen zu politischen Themen der Gegenwart?

Ja: Nein:

Falls ja, welche Themen:

Ergänzende Kommentare


Quellen

Eine Versammlung wichtiger Quellen.

1. "Über 13 Monate hindurch wurde dieser Film mindestens an die dutzende Male geändert, umge-schnitten, ergänzt usw.. Ganz zu schweigen von den verschiedenen Fassungen des Begleittextes, die immer blutrünstiger, immer kämpferischer wurde. Hitler wollte mit diesem Film sozusagen den Beweis führen, dass das Judentum eine Parasitenrasse sei in der Menschheit, die von der übrigen Menschheit zu trennen sei. Dafür sollte dieser Film ein Beweis sein." Dr. Fritz Hippler. "We have ways of making you think". BBC, 1992

2. "Es war nunmehr notwendig, das deutsche Volk psychologisch allmählich umzustellen und ihm langsam klarzumachen, dass es Dinge gibt, die, wenn sie nicht mit friedlichen Mittelln durchgesetzt werden können, mit Mitteln der Gewalt durchgesetzt werden müssen. Dazu war es aber notwendig, nicht etwa nun die Gewalt als solche zu propagieren, sondern es war notwendig, dem deutschen Volk bestimmte, aussenpolitische Vorgänge so zu beleuchten, dass die innere Stimme des Volkes selbst langsam nach der Gewalt zu schreien begann. Das heisst also, bestimmte Vorgänge so zu beleuchten, dass im Gehirn der breiten Masse des Volkes ganz automatisch allmählich die Überzeugung ausgelöst wurde: Wenn man das eben nicht im Guten abstellen kann, dann muss man es mit Gewalt abstellen; so kann es aber auf keinen Fall weitergehen." Adolf Hitler vor Vertretern der deutschen Presse, München am 10.11. 1938

3. "Alles das, was man besprechen kann, soll man niemals schreiben, nie!" Adolf Hitler vor Kreisleitern auf der Ordensburg Vogelsang am 29. April 1937

4. "Niemand ist zu beteiligen, der es nicht wissen muss. Niemand darf mehr erfahren, als er wissen muss. Wann muss der Betreffende es spätestens wissen? Niemand darf früher etwas wissen, als er es wissen muss." Adolf Hitler vor Generälen am 23.5. 1939

5. "Wären die Juden auf dieser Welt allein, so würden sie ebensosehr in Schmutz und Unrat ersticken wie in hasserfüllten Kampfe sich gegenseitig zu übervorteilen und auszurotten versuchen...". Adolf Hitler, Mein Kampf, 1924

6. "Mit Hippler einen Ghettofilm besprochen, den ich nun in Polen drehen lasse. Das muss die (unleserlich) antisemitische Propaganda werden, die man sich denken kann." Joseph Goebbels, Tagebuch vom 5.10. 1939

7. "Mit Hippler und Taubert einen Ghettofilm besprochen. Das Material dazu wird jetzt in Polen gedreht werden. Das soll ein Propagandafilm erster Klasse werden. Ich gebe den Grundriss dazu an. In 3-4 Wochen muss er fertig sein". Joseph Goebbels, Tagebuch vom 6.10. 1939

8. "Hippler mit viel Material für Ghettofilm aus Polen zurück. ... Beim Führer: ... Ich erzähle ihm von meinen Vorarbeiten zum Judenfilm, die ihn sehr interessieren. ... Und dann Aufnahmen zum Ghettofilm. Noch niemals dagewesen. Schilderungen, so grausam und brutal in den Einzelheiten, dass einem das Blut in den Adern gerinnt. Man schaudert zurück vor soviel Roheit. Dieses Judentum muss vernichtet werden." Joseph Goebbels, Tagebuch vom 17.10. 1939

9. "Es liegt dem Juden in dem Blut, Der Zorn, der Neid, der Hass, die Wut Auf das jedes Volk der ganzen Welt, Das nicht zum 'auserwählten' zählt.

Er schächtet Tiere, schächtet Menschen, Es kennt sein Blutdurst keine Grenzen! Es wird die Welt erst dann genesen, Wenn wir vom Juden sie erlösen." Ernst Hiemer, Der Giftpilz, Stürmer-Verlag 1938

10. "Weitere Proben zu unserem Judenfilm: Synagogenaufnahmen von ausserordentlicher Prägnanz. Daran arbeiten wir augenblicklich, um aus all dem ein propagandistisches Meisterstück zu machen." Joseph Goebbels, Tagebuch vom 24.10. 1939

11. "Probeaufnahmen zu unserem Judenfilm. Erschütternd. Dieser Film wird unser grosser Clou". Joseph Goebbels, Tagebuch vom 28.10. 1939

12. "Ich zeige beim Führer die Schlachtaufnahmen aus Polen. Alle sind auf das Tiefste erschüttert". Joseph Goebbels, Tagebuch vom 29.10. 1939

13. "Lodz ist eine scheussliche Stadt. Fahrt durch das Ghetto. Wir steigen aus und besichtigen alles eingehend. Es ist unbeschreiblich. Das sind keine Menschen mehr, das sind Tiere. Das ist deshalb auch keine humanitäre, sondern eine chirurgische Aufgabe. Man muss hier Schnitte tun, und zwar ganz radikale. Sonst geht Europa einmal an der jüdischen Krankheit zugrunde". Joseph Goebbels, Tagebuch vom 2.11. 1939

14. "Beim Führer. Ich gebe ihm Bericht über meine Polenreise. Vor allem meine Darlegung des Judenproblems findet seine volle Zustimmung. Der Jude ist ein Abfallsprodukt. Mehr eine klinische als soziale Angelegenheit. ... Abends Propagandafilme geprüft. Z.T. nicht gut. Dagegen wird der Judenfilm sehr gut." Joseph Goebbels, Tagebuch vom 3.11. 1939

15. "Ich erzähle den Führer von unserem Judenfilm. Er gibt dazu einige Anregungen. Überhaupt ist der Film augenblicklich für uns ein sehr wertvolles Propagandamittel." Joseph Goebbels, Tagebuch vom 19.11. 1939

16. "Judenfilm in endgültiger Fassung. Ich glaube, nun haben wir ihn hingekriegt. Jedenfalls ist er jetzt so weit wie möglich ausgeschöpft". Joseph Goebbels, Tagebuch vom 9.1. 1940

17. "Ich muss den Judenfilm nochmal umarbeiten." Joseph Goebbels, Tagebuch vom 12.1. 1940

18. "Der Minister erklärt sich mit der jetzigen Fassung des Judenfilms einverstanden." Protokoll des geheimen Ministerkonferenz am 23.5. 1940

19. "'Der ewige Jude'. Jetzt ist dieser Dokumentarfilm ganz vorzüglich. Eine grossartige Arbeit. Hippler hat hier seine Sache gut gemacht." Joseph Goebbels, Tagebuch vom 3.9. 1940

20. "Der Führer war selbst auf den Schlachtfeldern, in seinen alten Schützengraben. Er gibt mir eine ergreifende Schilderung davon. ... Ich bin aufs Tiefste von diesen dramatischen Schilderungen benommen. Der Führer steht turmhoch über uns allen. Er ist ein geschichtliches Genie. Welch eine grosse Zeit! Welches Glück, an ihr mitarbeiten zu dürfen. Und nach ihr soll dann die grosse Ruhe kommen, nach der wir uns alle sehnen. Auch der Führer, vielleicht mehr als wir alle. Dann bauen wir Europa auf. Wir besprechen noch tausende Fragen. ... Mit den Juden werden wir nach dem Kriege schnell fertig werden. Und den Kirchen wird dann sofort und drastisch klargemacht, dass es im Staat nur eine Autorität gibt, von der sich alle Autorität ableitet: den Staat selbst. Herrlich ist es, so lange mit dem Führer unter vier Augen zu sprechen. Da ist er immer am vertrautesten. Er redet ganz als Mensch zu mir." Joseph Goebbels, Tagebuch vom 6.6. 1940

21. "Weiterfahrt der Führerkolonne über Ypern nach Langemarck zum deutschen Heldenfriedhof. Von dort über Poperinghe zum Kemmel. Weiterfahrt über Wervicq nach Menin." Führer-Hauptquartier. KTB Nr. 3 vom 15.2. 1940 - 31.7. 1940. Eintragung vom 1.6. 1940

22. "Wir besprechen noch vielerlei: Dass man Gewohnheitsverbrecher vor dem Verbrechen und nicht danach unschädlich machen soll. Dass das unsere Juristen niemals verstehen werden. Dass die Juden auch dazu gehören und man mit ihnen kurzen Prozess machen muss. Sie wirken sich sonst immer als Spaltpilze aus." Joseph Goebbels, Tagebuch vom 20.7. 1940

23. "... dass das nationalsozialistische Deutschland keinen Krieg mit den europäischen Staaten will. Ich will heute wieder ein Prophet sein: Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und ausserhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa! Die Völker wollen nicht auf den Schlachtfeldern sterben. Möchte die gewissenlose internationale Rasse nur an den Kriegen verdienen. Für die jüdische Parole 'Proletarier aller Länder, vereinigt Euch' wird eine höhere Erkenntnis stehen: Angehörige aller Nationen, erkennt den gemeinsamen Feind!" Adolf Hitler am 30.1. 1939 in der Wochenschauversion, zensiert am 1.2. 1939

24. "Europa kann nicht zur Ruhe kommen, bevor die jüdische Frage ausgeräumt ist. Die Welt hat Siedlungsraum genügend, es muss aber endgültig mit der Meinung gebrochen werden, als sei das jüdische Volk vom lieben Gott eben dazu bestimmt, in einem gewissen Prozentsatz Nutzniesser am Körper und an der produktiven Arbeit anderer Völker zu sein. Das Judentum wird sich genau so einer soliden aufbauenden Tätigkeit anpassen müssen, wie es andere Völker auch tun, oder es wird früher oder später einer Krise von unvorstellbaren Masse erliegen. Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und ausserhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa!" Adolf Hitler am 30.1. 1939 in der zusammengeschnittenen Version des "Ewigen Juden"

25. "Die Endlösung der Judenfrage. Durch Umsiedlung der Juden aus dem europäischen Wirtschaftsraum des Deutschen Volkes in ein noch zu bestimmendes Territorium. Im Rahmen dieses Projektes kommen rund 5,8 Millionen Juden in Betracht." Adolf Eichmann an Heinrich Himmler am 4.12. 1940

26. "Es besteht eine drohende Gefahr, dass im kommenden Winter nicht alle Juden mit Nahrungsmitteln versorgt werden können. Wir müssen ernsthaft überlegen, ob es nicht humaner wäre, die Juden, soweit sie für Arbeitsmobilisierung nicht geeignet sind, durch schnell wirkende Mittel zu liquidieren. Jedenfalls wäre das angenehmer, als sie verhungern zu lassen." "Diese Dinge klingen einigermassen phantastisch, aber meiner Ansicht nach absolut durchführbar." Rolf-Heinz Höppner an Adolf Eichmann am 16.7. 1941


Das Produktionteam hinter dem "ewigen Juden"

Filmarbeit ist Teamarbeit, und bei diesem durch- und ständig überarbeiteten Film ist es unmöglich, die Urheber der einzelnen Teile zu identifizieren. Manchmal forderten eine Idee oder das "Bedürfnis" einer Visualisierung neue Aufnahmen, manchmal forderten vorhandene Stock-shots einen neuen Text. Die Arbeit mit dieser Art von Propaganda bzw. Dokumwntarfilm ist äusserst mühsam und zeitraubend.

Es war Dr. Eberhard Taubert, der das Institut zum Studium der Judenfrage für Goebbels (gerade zu Antisemitische Aktion umbenannt) organisiert hatte, der das erste Konzept für einen solchen Film entwickelte. Wieviel davon er auf eigener Veranlassung - und wie viel er nach direktem Befehl von Goebbels - zusammenstellte, ist den Quellen nicht zu entnehmen. Es steht allerdings fest, dass Goebbels selbst eine übergeordnete Struktur sowie Ideen auf der Sitzung mit Hippler und Taubert am 5.10. 1939 aufzeichnete. Es steht auch fest, dass es Goebbels und Hitler waren, die endgültige Entscheidung für die Produktion und ihre Aufführung im Kino für jedermann trafen.

Die Hierachie bei der Produktion ist aber ganz klar und lässt sich graphisch veranschaulichen (vgl. Graphik im IWF-Edition S. 8). Der Film wäre ohne Hitler als "deutscher Messias" undenkbar und ist als Goebbels' Credo an ihn gedacht. Ausserdem liess Hitler Goebbels den Film mehrmals umarbeiten, und das Endergebnis entspricht wahrscheinlich eher Hitlers Vorstellungen von Antisemitismus und Propaganda als die von Goebbels. Dafür entsprach der Film vom Inhalt her genau den Vorstellungen der beiden.

Als Auftraggeber und Produzent übte Goebbels einen entscheidenden Einfluss auf den Film, obwohl es kann angezweifelt werden, ob er selbst - nach Hitlers vielen Änderungswünschen - tatsächlich mit der Filmsprache (zuviel Text, zuwenig dem Zuschauer selbst überlassen) zufrieden war. Seine am 3. September 1940 bekundeten Begeisterung mag darin liegen, dass Hitler endlich zufrieden war. Sein Seufzer am 11. Oktober 1940 (wo die Kurzfassung ohne Schächten abgenommen wurde) könnte in dieser Richtung interpretiert werden.

Der Zensurkarte zufolge war das Manuskript von Taubert geschrieben. Allerdings befand er sich während der Endproduktion (d.h. ab April 1940) als Sonderführer in Norwegen, und andere Personen werden sein Grundmanus überarbeitet haben. Der Vorspann erklärt deswegen auch nur, dass der Film "nach einer Idee von Dr. E. Taubert" gemacht worden sei.

Die vorgenommene quellenkritische Analyse dokumentiert, dass die einzelnen Sujets und "Dokumentation" vom Institut zum Studium der Judenfrage herstammen. Weitere Vorlagen waren die Ausstellung "Der ewige Jude", die im November 1937 in München eröffnet wurde und später auf Tourn´e geschickt wurde, und der Kompilationsfilm "Juden ohne Maske", die aus Spielfilmzitaten der Weimarer Republik bestand.

Hans Hinkel, der für antisemitische Fragen im Propaganda-ministerium zuständig war, lieferte auch Researchmaterial und organisierte die Probevorführungen vor Propaganda-Experten anderer Institutionen und Organisationen. Der Film wurde nämlich laufend auf seine Wirksamkeit getestet. Weil es zugleich eine offizielle/offiziöse Darstellung der Kernfrage des Nazismus war, fungierte diese Testvorführungen zugleich als Mittel, das gesamte Propagandaapparat - als auch den Teil, der nicht direkt dem Propagandaministerium unterlegt worden war - auf eine radikaliere Linie der Judenpolitik hinaufzuschwören und einzubinden.

Fritz Hippler war der Leiter der Filmabteilung im Propagandaministerium und ist als Hauptkoordinator des Filmprojektes ("executive Producer") anzusehen, auch wenn er damals viele andere Projekte zu betreuen hatte. Er delegierte die Verantwortung der täglichen Arbeit zu Erich Stoll, ein engagierter Nazi, der wahrscheinlich unter Aufsicht von Taubert ergänzendes Material in Polen wie die "Verwandlungsszenen", die "Jeschiwah-Szenen" sowie das Schachern während des "Gottesdienstes".

Albert Endrejat, Anton Hafner, Robert Havemann, Friedrich-Carl Heere und Heinz Winterfeld - alle wohlrennomierte Kameramänner von der Wochenschau - waren zusammen mit Stoll Mitglieder von Hipplers Aufnahmeteam in Lodz zwischen dem 11. und 13. Oktober 1939. Heinz Kluth war dagegen PK-Kameramann, der für die Wochenschau in Warschau arbeitete, wobei nur wenig von seinen Aufnahmen in der Endfassung aufgenommen wurde. Eine solche Namensernennung der Fotografen war immer noch ungewöhnlich bei solchen Filmen. Sie meinten selbst - befragt nach dem Kriege - dass ihre international bekannten Namen zur "Authentizitätsanspruch" des Filmes beihelfen sollte.

Hans Dieter Schiller arbeitete normalerweise als Schneidemeister bei der Wochenschau und war für die ersten Cuts verantwortlich, bis er im Sommer 1940 nach Frankreich als Sonderführer geschickt wurde. Laut eigener Aussage viele Jahre später wurde gerade er einberufen, weil er einen Streit mit Hippler hatte. Albert Baumeister war für den Schnitt der Endfassung verantwortlich und hatte schon den "Feldzug in Polen" für Hippler geschnitten.

Franz R. Friedl - ein freiberuflicher Komponist, der schon für mehrere Wochenschauen und Tendenzfilme die Musik geschrieben hatte - schuf für den Film eine "jüdische" Musik, die Hippler von einem Musikwissenschaftler überprüfen liess, ehe sie Goebbels vorgespielt wurde. Hippler wollte sicherstellen, dass sie dennoch den "arischen" Normen von Komponieren gerecht war!

Svend Noldan lieferte Tricks und Karten, während Stock-shots aus Dokumentar-, Kultur- und Spielfilme sowie Wochenschauen vom Reichsfilmarchiv kamen, wo für Propaganda "brauchbare" Einstellungen nach Inhalt in einem Schlagwortkatalog verzeichnet worden waren. Schliesslich war Dr. Walter Scheunemann von der parteieigenen D.F.G. für die Post-Production verantwortlich, darunter die Aufnahme des Sprechkommentars, der von Harry Giese - einem der beiden Sprecher der Wochenschau - gesprochen wurde.